Tatjana Hojan

Die Genossenschaft Lehrerheim  (1918-1941)

Bereits im Jahre 1894  wurde von den Lehrern der Verein für den Aufbau des Lehrerkonvikts gegründet. Seine Wirkung  wurde in einem der Beiträge der Zeitschrift »Pädagogik der Gegenwart 1996« (»Sodobna pedagogika 1996«)  genauer beschrieben und findet im vorliegenden Beitrag die Fortsetzung.

1922 gründeten die Mariborer Lehrer ihren eigenen Verein, den Lehrerheim. Wegen der, ihrer Meinung nach, zu großen Entfernung  zwischen Ljubljana und Maribor, hatten sie die Absicht, bessere Voraussetzungen für die Schulung ihrer Kinder in Maribor zu schaffen.

Aus dem Verein für den Aufbau des Lehrerkonvikts gründete man im Jahre 1928 eine Genossenschaft mit dem Namen Lehrerheim Ljubljana. Der Mariborer Verein jedoch wurde erst im Jahre 1932 zu einer Genossenschaft.

Die Vereinseinkünfte wurden auf verschiedene Weisen  gesichert. Neben  regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen wurden gelegentlich auch von einzelnen Personen und etlichen Anstalten Beitragszahlungen eingeschickt. Die bedeutendsten Quellen, aus denen die Vereinseinkünfte gesichert wurden, waren sicherlich zinsenfreie Kredite, Verkauf der Wohnblocks, Holzabfuhr und ein Wirtschaftsprogramm, das einzelne Unternehmen mit Privatpersonen verband. Im Jahre 1929 wurden die zwei Vereine Mitglieder der Wirtschaftsgeschäftsstelle für Lehrer.

Es wurden Bücher und Landkarten herausgegeben. Der Mariborer Verein verfügte sogar über ein eigenes Wappen.

Unter den herausgegebenen Büchern trifft man auf Jugendspiele, Märchen und Handbücher für Schulfeiern. Der Mariborer Verein veröffentlichte auch ein Buch über die Geschichte des Schulwesens mit dem Titel  »Die Zehnjahresfeier des slowenischen Schulwesens in Maribor« (»Desetletnica slovenskega šolstva v Mariboru»).

Die größten Verdienste für die Gründung des Maribiorer Vereins hatte der Lehrer Anton Hren, der den Verein auch bis zu seinem Tode im Jahre 1936 leitete. Der Ljubljanaer Verein dagegen hatte zur selben Zeit fünf Vorsitzende. Der eifrigste von ihnen war sicherlich Josip Lapajne, Schulleiter der Volksschule Cerklje in Gorenjsko.

Die beiden Vereine vermochten ihre Ziele durchaus zu erreichen. Sowohl der Erwerb des Gebäudes auf der Kosarjeva Straße in Maribor, dem der Mariborer Verein im Jahre 1932 nachging, als auch die Tatsache, daß der Ljubljanaer Verein, obwohl erst 1936, das Gebäude auf der ?ibertova Straße in Ljubljana erwarb, weisen darauf hin, daß die beiden  Vereine  die erstrebten Ziele erreicht hatten und durchaus in der Lage waren,  bis zum Jahre 1941 erfolgreich zu wirken.

Das 1955 veröffentlichte Buch „Jugend im Kampf» („Mladost v boju») berichtet über die Ereignisse im Ljubljanaer Heim im Zweiten Weltkrieg.  Derzeit befindet sich in diesem Gebäude die Gemeinschaft Hare Krišna, im Mariborer Heim ist ein Kindergarten.